Wasser
aus Wagendorf, der freien Wissensdatenbank
Wasser braucht man für vieles.
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Beschaffung von Wasser
Kanister
Muss Lebensmittelgeeignet sein. Abends in den Wasserkessel, bevors friert.
Ausrangierte gruene zwanzig Liter Plastik Bundeswehrkanister gibts hauefig fuer wenig Geld. Die sind stabil und die Oeffnung ist gross genug um sie von innen auszuwaschen.
Wasserdruck durch Rohrgefälle
"er hat besagten huegel benutzt um eine regenwassersammelplane aufzuspannen, ein sammelfass aufzustellen, von demvermittels einen schlauches eine wasserleitung zu seinem wagen fuehrt"
Pumpe
Man kann auch - sofern Stromversorgung vorhanden - eine 12V-Pumpe benutzen, um Wasser zu befördern.
Es gibt einfache Tauchpumpen (die Pumpe selbst ist unter Wasser) fuer zehn bis dreissig Euro. Die duerfen nicht trockenlaufen und sind meistens eher einfacherer Qualitaet, aber fuer normale Nutzung voellig ausreichend. Schaffen 5 bis 15 Liter pro Minute. Und es gibt Druckwasserpumpen (die Pumpe ist ausserhalb des Wassers), insbesondere des Herstellers Shurflo. Deutlich teurer (neu zwischen 90 und 150 EUR, hin und wieder gebraucht bei Wohnmobilreparaturwerkstaetten fuer nen Kaffeekassenbeitrag), aber trockenlaufsicher, sehr stabile Bauweise und im Notfall auch Einzelteile zu reparieren. Schaffen zwischen 10 und 30 Liter pro Minute.
Aus dem Marinebedarf gibt es sogenannte Fussbilgepumpen, mit denen man durch "drauftreten" Wasser pumpen kann.
Regenwasser frostsicher sammeln
Sofern man an einem leichten Hang steht oder einen Absatz im Gelände hat, kann man sich eine 300-Liter (oder mehr) Regentonne in der Erde vergraben. So eine Regenwasserzisterne mit Tauchpumpe ermöglicht es, sich zumindest am Wasserhahn die Hände zu Waschen und Abwaschwasser zu sammeln. Das Trinkwasser wird weiterhin in Flaschen hergeholt.
Das obere Ende der Tonne sollte etwa 30-40cm unterhalb der Erdoberfläche sein, dazu braucht es ein ja nach Durchmesser und Tiefe der Tonne ca. 1,60 m tiefes Loch. Am oberen Rand der Tonne wird ein Überlaufrohr angebracht, dass schräg nach unten durch das Erdreich weggeht und irgendwo wieder herauskommt (deshalb ist das Gefälle im Gelände nötig). Das Regenwasser wird über die Dachrinne und Fallrohre (50mm, günstig im Baumarkt) in die Tonne geleitet. Ich verwende als Schmutzsieb das Netz von einem leeren Meisenknödel (sterilisieren durch auskochen nicht vergessen), das ich einfach zwischen die Steckverbindungen von zwei Rohren geklemmt habe. Der Deckel der Tonne erhält ein Loch, in dem das Regenrohr endet. Den Leerraum vom Tonnendeckel bis zur Höhe des Erdbodens wird isoliert - beispielsweise mit trockenem Laub, dass in Tüten gesteckt wird. Die Zisterne wird mit einer Konstruktion aus Holzbrettern begehbar abgedeckt.
In der Regentonne ist eine einfache 12V-Camping-Tauchpumpe (10 Euro) versenkt und ein entsprechender Schlauch angeschlossen. Für den Schlauch wird unterhalb des oberen Rands der Regentonne eine passende Bohrung geschnitten, dann läuft der Schlauch ca. 40 cm tief im Erdreich bis unter den Wagen, durchstößt das Erdreich, geht senkrecht 50 cm hoch in den Wagen hinein. Der Schlauch ist zwischen Erdreich und Wagen mit verschlissnen Schaumstoffsitzpolstern 60 cm dick ummantelt und mit Frischhaltefolie (wegen Winddichtigkeit und Zusammenhalt) umwickelt. (Das hat in den letzten relativ milden Wintern gut funktioniert, auch bei Minusgraden. Allerdings dieses Jahr (2009/2010) bei wochenlangem Dauerfrost bis -15 Grad ist die Leitung auch im Erdreich eingefroren, von daher sollte bei der Verlegung schon die Isolierung mit eingeplant werden. Der Wasserbehälter selbst ist eisfrei.)
Die Tauchpumpe wird über einen Fußschalter (für ein paar Euro im Baumarkt) am unteren Ende der Spüle betätigt.
Für den nächsten Winter wird die Wasserzuleitung in ihrer Länge von ca. 4m mit einer handelsüblichen Lichterkette für den Aussenbereich umwickelt. Ihre Leistung soll ca. 30-40 Watt betragen (Glühbirnen, kein LED). Drumherum kommt eine Isolierung für Wasserrohre, die einen so großen Durchmesser haben soll, dass ein Luftraum zum Erwärmen bleibt. Um die tatsächliche Erwärmung in dem Raum zwischen Wasserschlauch und Isolation zu messen, kann ein günstiger Autotemperaturfühler (ca 7 Euro im Baumarkt) eingebaut werden. (Diese Technik funktioniert bereits, allerdings nur auf der Strecke vom Erdreich in den Wagen, was sich in diesem strengen Winter als zu wenig gezeigt hat.)
Besser als eine Lichterkette ist Wiederstandsleitung, die man z.B. als Heizkabel fuer Rohre kaufen kann. Man kann aber auch Eisendraht, also Blumendraht, nehmen und den parallel mit den Rohren fuehren und das ganze isolieren. Der Eisendraht hat einiges an Widerstand, je nach Laenge. Das kann man mit nem Ohmmeter z.B. bei 1 meter messen. Dann hat man z.B. 1 Ohm/pro Meter (1 ohm, 1 meter Draht) gemessen. Nun brauchen wir z.B. 24 meter Schlauch. Wenn wir den Draht einfach nehmen, haben wir 24 Ohm. Bei 12V fiessen R=U/I <=> I=U/R=12V/(24m * 1 Ohm/m )=12V/24Ohm = 0,5 A Die Leistung P ist P=U*I=12V*0.5A=6Watt. Da wir die Heizung am besten dauernd an haben, denn ein Thermostat muss wissen wo es auf der Strecke nun gerade am kaeltesten ist. Nehmen wir die 12V-Batterie am besten an den Automatik=Lader, oder 13.8V-Konstantspannungs-Netzteil vom CB-Funkzubehoer. Z.B. Marke Pan. Bei 24V haben wir die 4fache Leistung: den doppelten Strom (I=U/R=24V/24 Ohm=1A) und die doppelte Spannung macht mit P=I*U
Wie mein Etechnik-Prof immer sagte: Nach trivialer Umformung erhaelt man:
P = U-quadrat / R.
Also alles nicht so schwer und schon ueber 100 Jahre alte Technik.
Nachtrag / Erfahrungen: April 2012
Das Problem mit der eingefrorenen Wasserleitung hat sich gelöst. Im Wasserleitungssystem war ein Ventil, welches den Rücklauf des Wassers verhinderte. Dieses Ventil wurde entfernt, wodurch das Wasser nicht mehr in der Leitung steht und also auch nicht einfrieren kann. Allerdings dauert es ein paar Sekunden, bis das Wasser nach Betätigen des Pumpenschalters aus dem Hahn kommt.
In der unterirdischen Zisterne hat sich im Laufe der Jahre einiges an Dreck angesammelt. Das führte nach zwei Jahren zu üblem Geruch des Wassers. Die Zufuhr von Sauerstoff löst dieses Problem. Ein Luftsprudler für Aquarien für 15 Euro und mit einer Leistung von 4 Watt hat das Problem gelöst. Der Luftsprudler wird über eine Zeitschaltuhr zwei Mal am Tag für insgesamt 6 Stunden eingeschaltet - das reicht aus.



