Waldbesetzung Kelsterbach, FF/M -update August 2009-

aus Wagendorf, der freien Wissensdatenbank

Fraport macht ernst: Stand vom 22.1.09 Die Fraport hat 2 Tage nach der Landtagswahl direkt damit begonnen Bannwald zu fällen der nach dem BAu der Startbahn West als unantastbar galt. Ein riesiges Aufgebot an Polizei und privaten Sicherheitsdiensten (Firmen Kötter und Piepenbrock) haben große Waldteile mit Bauzaun durchzogen und alle 50m ein Secuity aufgestellt, die zum Teil als 1-Euro Kraft herhalten müssen! Das Camp wurde eingezäunt und seit Donnerstag, 22.1. nur noch Zutritt nach Personalienabgabe und Durchsuchung durch die Bullen. Nicht nur im Nordwesten dehnt die Krake sich aus, sondern auch südlich der Cargocity Süd (direkt auf der Rollbahn die während der Nazizeit von Frauen aus dem KZ Walldorf betoniert werden mußte), und auch im Südwesten neben der Startbahn West wird vergrößert (hier leisten Bamberger Bullen ganze Arbeit). Nicht unbeträchtliche Teile des Waldes sind schon gefällt!!! Kommt vorbei, Unterstützung ist natürlich wichtig!




Neues aus dem Kelsterbacher Besetzerwald -update 05.12.08-

Gestern morgen wurde das Waldhüttendorf gegen den Bau einer neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen von einer Beweissicherungseinheit der Polizei "besucht". Dabei wurde das komplette Dorf filmisch, fotografisch und kartographisch dokumentiert. Gestern morgen wurde das Hüttendorf gegen den Bau einer neuen Landebahn nahe dem Frankfurter Flughafen und gegen die dazu erforderlichen Flächenrodungen in diesem Bereich( http://waldbesetzung.blogsport.de/), von einer Beweissicherungseinheit der Polizei "besucht". Peter Seiler, der für das Camp zuständige Leiter der SOKO Flughafen, war wieder mal dabei und behauptete, es gehe den in 6 Wannen vorgefahrenen BFE´lern überhaupt nicht um eine Räumung. Nein, man wolle sich doch nur nach Sturmschäden der vergangenen Nacht umschauen. Ein wirklich aufrichtiger Mensch, dieser Herr Seiler. Naja, die Pozilei hat das dann auch ausgiebig getan und sich auch darüber gefreut, dass alles so "friedlich abgelaufen" ist (Handytelefonat einer Schirmmütze). Besonders imposant fanden die natürlich die Erdbauten im hinteren Teil des Dorfes, die ihnen wohl offenbar schon bekannt waren und die sie neben den Zelten, den Hütten am Boden, wie auch den Hütten in den Bäumen, ausgiebig gefilmt, fotografiert und kartographiert haben. Auch die zwischen den Bäumen gespannten Seile wurden ausgiebig dokumentiert. War schon ein seltsamer Anblick von oben herab. Das gesammelte Material wird wohl jetzt dem örtlichen Bauamt zwecks Bausicherheitseinschätzung vorgelegt? In den kommenden Wochen wird es regelmäßige Veranstaltungen und Konzerte geben. Auch eine Vernetzung der Strukturen des Hüttendorfes mit dem Jugendumweltkongress (http://www.jukss.de/), der am 27ten Dezember in Frankfurt beginnt und bis zum 4ten Januar geht, findet bereits statt. Wer es also bis dahin nicht aushalten kann, der ist in den Tagen des religiös daherkommenden Konsumrausches bestens im Wald aufgehoben.

Räumung-Update 28.11.

Kommt alle Ende November in den Wald, da am 30.11. das Ultimatum ausläuft bis wann wir die Hütten abgebaut haben müssen, ansonsten soll geräumt werden. Es kann allerdings auch schon früher geräumt werden, da in der Verfügung auch steht, dass kein offenes Feuer gemacht werden darf und so weiter und dass ansonsten auch schon davor geräumt werden kann. AktuellecInfos unter: http://waldbesetzung.blogsport.de


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Um das Ganze auch hier mal ein wenig unter die Leute zu bringen:

Bereits seit ende Mai halten wir (AktivistInnen aus verschiedenen Gegenden) den Kelsterbacher Wald besetzt um uns gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens und die Rodung des Waldes zu wehren. Unser Dorf liegt direkt auf der geplanten Landebahn, und wir werden erst gehen wenn die Pläne verhindert wurden oder wir mit Polizeigewalt geräumt werden. Wir wollen aber nicht nur die Ausbaupläne verhindern, sondern auch einen Freiraum schaffen, den alle mitgestalten können.

Also kommt vorbei und unterstützt uns! Platz für Wägen ist leider nicht vorhanden, also bringt Zelte und Schlafsäcke mit.

Mehr Infos unter: http://waldbesetzung.blogsport.de

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Update vom 30.07.08

Stellungsnahme einiger Waldbesetzer_innen zur Polizeiaktion am 28.07.08:

Polizei setzt auf Eskalation

Martialisches Polizeiaufgebot im Kelsterbacher Wald – Umweltzerstörung soll mit Staatsgewalt durchgesetzt werden

Gestern Abend (Anm. gemeint ist der 28.07.08) im Waldbesetzungs-Camp gegen den Flughafenausbau: Plötzlich fahren 7 Kleinbusse der Polizei vor, die Türen geöffnet, in jedem sitzen mehrere Polizeibeamte: Schwer gepanzert und bewaffnet, bereit herauszuspringen. Unter den Polizisten ist auch eine BFE (Beweissicherungs- und Festnahme Einheit), eine speziell für das Vorgehen gegen Aktivist_innen ausgebildete Polizeieinheit. Während die Polizei sich noch um das Camp herum verteilt, haben die Waldbesetzer_innen bereits verschiedene in den Baumkronen errichtete Plattformen erstiegen. Man versucht sich ein Bild von der Lage zu machen: Ein Teil der Polizeieinheiten ist unmittelbar vor dem Camp stationiert, ein weiterer Teil steht einige hundert Meter entfernt, bereit zum Eingreifen. Es sind aber auch Angestellte der FRAPORT AG im Wald: Mehrere Teams haben einige Kilometer Netze gespannt, um Fledermäuse zu fangen, begleitet werden sie von einem Großaufgebot des FRAPORT eigenen Sicherheitsdienstes, bewaffnet mit Pfefferspray und Schlagstöcken. Nach längerer Zeit erscheint Peter Seiler, der für das Camp zuständige Leiter der SOKO Flughafen. Er wiegelt Proteste der Besetzer_innen ab, tut als wäre nichts geschehen und erklärte den Sinn des Einsatzes: In den letzten Wochen ließ die FRAPORT nachts immer wieder Fledermäuse einfangen. Umweltaktivist_innen konnten dies häufig durch das Erzeugen von Lärm behindern. Die eintreffende Polizei stellte jedesmal fest, dass weder Mensch noch Material zu Schaden kamen und es sich bei der Aktion um keine Straftat handelte. Daher fuhr die Polizei jedesmal ab. Herr Seiler sagte aber gestern, da die Arbeiten nicht vorankämen, werde sich die Polizei in Zukunft juristische Begründungen suchen, um gegen solche Aktionen vorzugehen. Kurz nach dem Gespräch fuhr die Polizei wieder ab.

Zum Hintergrund: Das Einfangen von Fledermäusen mit Fangnetzen gehört zu jenen Maßnahmen, mit denen die FRAPORT AG die Rodung des Kelsterbacher Waldes vorbereitet. Die Tiere sollen umgesiedelt und ihre Nisthöhlen verschlossen werden. Allerdings ist nicht hinreichend geklärt, ob die Tiere eine Umsiedlung überleben werden. Das alles passiert, obwohl in diesem Wald streng geschützte, seltene Fledermausarten leben.

Elke Grühn, eine Aktivistin aus dem Camp zu den Vorfällen der letzten Nacht: „Wir werten die Eskalation der Polizei gegen uns als eine direkte Drohung.Die zuständigen Beamten geben immer wieder vor auf Deeskalation zu setzen. Aber sie haben gezeigt, dass sie bereit sind, mit Gewalt und Drohungen Umweltzerstörung auch gegen friedlichen Protest durchzusetzen. Wir verurteilen die Eskalation der Polizei aufs schärfste. Wir fordern die FRAPORT auf, sofort die Zerstörung des Waldes zu beenden.“

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update Aug. 09

Es gibt noch eine Mahnwache für Daueraufenhalt. Wir versuchen Bauwagen genehmigen zu lassen und überwintern dort.

'Persönliche Werkzeuge