Stromversorgung

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Stromversorgung

Wenn Du an einem Ort wohnst, wo Du Zugang zum normalen 220V-Stromnetz hast, ist dieser Artikel eher uninteressant. Für diejenigen, die nicht an's normale Stromnetz angeschlossen sind, hier ein paar Gedanken und Tipps zur Stromgewinnung. (Stand: 5/2010)


Inhaltsverzeichnis

Stromerzeuger

Stromerzeuger (Stromaggregate, Stromgeneratoren) brauchen Kraftstoff (Diesel/Heizöl oder Benzin), machen Krach und Gestank und liefen 230V (Lichtstrom) und je nach Gerät auch 400V Drehstrom und 12V/24V (für die Starterbatterie des Aggregats oder speziell als Ladegeraet gedaht, z.B. bei Bundeswehr-Aggregaren). Die günstigsten Geräte gibt's ab 90 Euro; bei denen ist eine begrenzte Lebensdauer und geringe Geräuschdämmung aber vorprogrammiert. Für das normale Wagenleben reichen Erzeuger mit einer Ausgangsleistung von 800-1500 Watt; um Baumaschinen wie zum Beispiel stärkere Flex oder gar ein Schweißgerät zu betreiben reicht das allerdings nicht; da sind Geräte mit 2000-5000 VA (2-5 KVA, Kilo-Volt-Ampere) Leistung nötig. Stromerzeuger gibt es bei eBay, Baumärkten und verschiedenen anderen Shops. Häufig werden auch alte Geräte aus Bundeswehr / NVA-Beständen verkauft. Was ist VA? VA ist Volt*Ampere. Bei Ohmischen Lasten also z.B. Heizöfen gleichbedeutend mit Watt. Bei allem motorischen wie Flex, Schweissumformer etc. gibt es das Problem, dass Spannung (V) und Strom (A) eine Phasenverschiebung haben, und so sogenannte Wirkleistung und Blindleistung (Energie pendelt zwischen Generator und Last hin und her) zur Verfuegung gestellt werden muss. Notfalls braucht man noch Kondensatoren zur Blindleistungskompensation. Ohne Blindleistungskompensation bedeutet das, daß der Generator besser 1,2 mal mehr VA haben soll als die angeschlossene Flex Leistung.

Blindstromkompensation

Es empfiehlt sich einen Motor-Kondensator mit Spannungsfestigkeit 400-450V AC und einigen uF (z.B. 4 oder 10) parallel (zwischen Phase und Neutralleiter) zum Generator zu schalten, um die ueberwiegend induktiven Blindanteile (Flex, grosse Trafos) etwas zu kompensieren. Dann pendelt der Blindstrom teilweise nur zwischen Kondensator und Verbraucher z.B. Flex und belastet so den Generator weniger. Den Kondensator baut man am besten mit in die Elektroverteilung des Bauwagens ein. Wer will, baut einen Schalter dran und wer keinen Schalttafelschalter oder Panik hat, kann den Kondensator ueber einen Sicherungsautomaten anschliessen, falls so ein Kondensator mal durchbrennen will (sind aber fast alle "selbstheilend" und machen keine Kurzschluesse. Ich meine z.B. M(etall)-P(apier)-Kondensatoren.)

Erdung

Wichtig ist auch, den Schutzleiter des Generators zu erden. Hierzu schlägt man am besten eine Stahlstange von 1m Länge in den Boden ein, und klemmt ein Erdungskabel dran, und schliesst es am Erdungsanschluss des Generators an. Vergisst man den Erder, kann es z.B. bei einem Kurzschluss in einer Schreibtischlampe (Schalter berührt Metallgehäuse) dazu kommen, dass alle anderen Blechernen Gehäuse plötzlich Spannung führen. Spätestens, wenn man aus seinem isolierten Wagen (Räder!) aussteigt, kann man dann einen Stromschlag kriegen.

Kleinwindanlagen / Windgeneratoren

Windkraft hat Vorteile in Windreichen Regionen, in denen man problemlos einen Windgenerator mit 1-3m Rotordurchmesser an einem 2-5m hohen Mast aufstellen kann. Es gibt mittlerweile kleinere Windkraftanlagen für den "Privatgebrauch". Die Leistung der Windgeneratoren wird in Kilowatt bei maximaler Windgeschwindigkeit angegeben - deswegen liefert ein "1KW Generator" nur dann seine 1000 Watt, wenn sehr hohe Winde herrschen. Viele der Windgeneratoren am Markt brauchen recht viel Wind (5-10km/h) um überhaupt anzufangen, Strom zu produzieren. Windgeneratoren am Markt kosten zwischen 500 und einigen tausend Euro. Beachten muß man, dass einige Hersteller die Leistung in "Tagesleistung" angeben. Das ist ein fiktiver Wert, bei dem davon ausgegangen wird, dass den gesamten Tag eine bestimmte (hohe) Windgeschwindigkeit herrscht und der Windgenerator über 24 Stunden z.B. 50 Watt liefert, also 1200 Wattstunden Tagesleistung hat - diese Werte im wirklichen Einsatz zu erreichen gelingt sehr selten. Die meisten Generatoren arbeiten mit einer Spannung, die zum Laden von 12V-(Auto-)Batterien geeignet ist. Die Verbraucher (Licht, Musik, ...) müssen also auch auf ein 12V-Netz ausgelegt sein, oder man muß mit (Energie verbrauchenden, recht teuren) Spannungswandlern arbeiten, die die Spannung von 12 auf 220V erhöhen. Sinnvoll kann die Kombination von Windgeneratoren und Solarmodulen sein - Windreiche Zeiten sind häufig Sonnenarm und umgekehrt. Bei dem alleinigen Einsatz von Windgeneratoren ist zu beachten, dass es insbesondere im Hochsommer häufig lange windarme Phasen gibt, so dass die Speicherkapazität der Batterien entsprechend hoch ausgelegt sein muß. Eine sehr hilfreiche private Seite zum Thema ist http://www.kleinwindanlagen.de/ , hier gibt es auch ein aktives Forum und einen guten Marktüberblick. Es gibt eine kleine Szene von Leuten, die sich mit dem Selbstbau von derartigen Kleinwindanlagen beschäftigen. Aufwendig ist die Herstellung der Flügelrotoren und der Spulen. Die genannte Internetseite ist ein guter Einstieg für eigene Recherchen zum Thema

Dann noch die Windkrafthefte von Einfaelle statt Abfaelle. Die gibts fuer die "dritte Welt" auch hier gescannt: (Projekt cd3wd: http://www.cd3wd.com Da gibts viel interessantes mit einfachen Mitteln)

cd3wd429.zip - Windkraft - Buch1 1 http://www.cd3wd.com/cd3wd_40/JF/429/Windkraft%20-%20Book%201.pdf

cd3wd429.zip - Windkraft - Buch2 2a http://www.cd3wd.com/cd3wd_40/JF/429/Windkraft%20-%20Book%202a.pdf

cd3wd429.zip - Windkraft - Buch 2b http://www.cd3wd.com/cd3wd_40/JF/429/Windkraft%20-%20Book%202b.pdf

cd3wd429.zip - Windkraft - Buch 3 http://www.cd3wd.com/cd3wd_40/JF/429/Windkraft%20-%20Book%203.pdf

cd3wd429.zip - Windkraft - Buch 4 http://www.cd3wd.com/cd3wd_40/JF/429/Windkraft%20-%20Book%204.pdf

Wasserkraft/Waschmaschinen-Wasserrad

Was Gutes aus einer Sperrmuell-Waschmaschine bauen: Rezept: 1. Seitenbleche, Front, Elektrokram abbauen 2. Die aeussere Schale der Trommel (Laugenbehaelter) entfernen. An der Trommel nach aussen weisende Schaufeln befestigen. Hierzu das Blech vom Laugenbehaelter (gutes V2A) mit der Blechschere zuschneiden und L-foermig biegen. Raender versaeubern, sonst extreme Verletzungsgefahr. Dann die Bleche mittels V2A-Schrauben, Unterlagscheiben und ZAHNSCHEIBEN, selbstsichernden Muttern befestigen. Die Trommel sieht nun wie ein Igel aus. 3. Die Kabel, die zum Motor gehen, kennzeichnen und Verlaengern (Drehstrom-Kabel sollte genug Adern haben. Gummi-Schlauchleitung fuer Draussen nehmen. Auf der Anderen Seite ein Abzweigdose IP44 nehmen und die Kabel auflegen. Hier muss spaeter wegen der Anschlussbelegung experimentiert werden. Am Waschmaschinenmotor die Kabel nehmen, abisolieren und an das Drehstromkabel loeten. Voher Schrumpfschlaeuche drueberziehen, damit spaeter alles gut isoliert ist. Nach dem Loeten den Kram nach moeglichkeit in eine wasserdichte Kiste einbauen. Wenn das nicht geht, ein kleines Plastikmodul-Gehaeuse nehmen, und die Anschlussstelen, die schon mit Schrumpfschlauch isoliert sind, mit Vergussmasse im Modulgehaeuse ausgiessen. Gehaeuse an geeigneter Stelle festschrauben.

Der Motor und die Kabel sollten nach Moeglichkeit mit Plastik vor dem Wasser geschuetzt werden. Hierzu aus Kanistern (PE) Ein Gehaeuse fuer den Motor schweissen (Loetkolben und Teflonband) 4. Die Maschine in den aufgestauten Bach stellen, sodass die Wasserschaufeln angestroemt werden. 5. Motor anschliessen: Grundsaetzliches: Als Reihenschlussmotor betreiben. Anker in Serie zum Feld. Plus-Pol des Motors ueber eine Diode zu den Akkus. Diese Diode mit einem Widerstand ueberbruecken. Ueber die Diode wird verhindert, dass sich die Trommel dreht, wenn kein Wasser fliesst, und uns Strom klaut. Um eine Magnetisierung des Motors sicher zu stellen, muss die Diode mit einem Widerdstand oder einer KFZ-Lampe 24V ueberbrueckt werden, sodass etwas Strom zum ersten Magnetisieren des Motors reinfliessen kann.

Zum Experimentieren braucht man 1-2 Digital-Multimeter, Isolierte Schraubendreher. Man muss aufpassen, dass hier immer hohe Spannungen entstehen koennen. Wenn kein Feld-Strom angelegt ist, sollte normalerweise wenig Spannung erzeugt werden, doch ist es moeglich, dass durch Remanenz und andere Effekte hohe Spannungen induziert werden koennen. Also stelle man sich am besten vor, man arbeite an 230V. (Ungetestete Idee, Spielen auf eigene Gefahr)

Solar / Photovoltaik

Strom aus Solarmodulen ist die wohl (bei uns) am häufigsten genutzte alternative Stromquelle. Solarstrom ist in der Anschaffung recht teuer und im Winter gibt's nur grob ein zehntel der Ausbeute im Hochsommer, und trotzdem haben Solarmodule auf dem Wagendach Charme - Autarkie, beruhigtes Öko-Bewußtsein und im Idealfall Spaß an der Technik kommen zusammen.

Es gibt eine Vielzahl guter Internetquellen, die umfangreich über das Thema berichten und Diskussionsforen bieten. Die kannst Du über Google und Konsorten finden, deswegen hier nur ein kleiner Auszug:

http://www.photovoltaikforum.com/

http://www.solarstrom-forum.de/

http://www.esomatic.de/Auslegung.asp

Hier nur noch ein bißchen weiterer Text. Um eine so genannte Inselanlage mit Solarstrom aufzubauen (Inselanlage, weil Du Deinen Strom nicht ins Netz einspeisen, sondern inselartig autark selbst produzieren und verbrauchen willst) brauchst Du Solarmodule (Module heißen die Platten, in denen viele kleine Solarzellen verbaut sind). Außerdem mußt Du den produzierten Strom zwischenspeichern (für die dunklen Nächte und grauen Tage) und brauchst dafür Batterien. Da handelsübliche Batterien mit viel Speicherkapazität eine Spannung von 12V haben ist es sinnvoll, Deine Verbraucher auch auf 12V auszulegen - zumindest bei Licht, Musik, Laptop- und Handyversorgung geht das problemlos. Brauchst Du unbedingt Verbraucher mit 220V Spannung kannst Du an die 12V-Batterie einen Spannungswanndler anschließen, der Dir 220V produziert. Zwischen Batterie und Solarmodul muß aber noch ein kleines, wichtiges Gerät: Ein Laderegler. Denn wenn Dein Solarmodul die Batterie voll geladen hat darf sie nicht weiter laden; sonst geht die Batterie kaputt. Deswegen überwacht ein Laderegler den Ladezustand der Batterie und unterbricht den Ladevorgang, sobald die Batterie voll ist.

Bei den Batterien kannst Du grundsätzlich Auto- bzw. LKW-Starterbatterien nehmen. Die gibt es häufig günstig und in noch akzeptablem Zustand auf Schrottplätzen. Da Starterbatterien aber dafür gemacht sind, ganz schnell (und ganz kurz) ganz viel Strom zum Starten zur Verfügung zu stellen, eignen sie sich für Deine Zwecke (ganz lange vergleichbar wenig Strom abzugeben) nicht gut. Dafür gibt es so genannte Solarbatterien bzw. Verbraucherbatterien, die dafür besser geeignet sind. Wenn Du also eh neue Batterien kaufst und sie nicht irgendwo gratis auftreiben kannst nimm lieber gleich Verbraucherbatterien. Da Batterien schnell kaputt gehen, wenn Du sie ganz leer machst ist es üblich, einen so genannten "Tiefentladeschutz" zwischen die Batterie und Deine Verbraucher zu schalte. Der mißt die Spannung der Batterie (die liegt nämlich nur "ungefähr" bei 12V und sinkt etwas, wenn die Batterie leerer wird) und trennt die Verbindung zwischen den Verbrauchern und der Batterie, sobald die Spannung einen bestimmten Wert (z.B. 11V) unterschreitet. Häufig ist so ein Tiefentladeschutz im Laderegler, den Du zwischen Solarmodul und Batterie schaltest, integriert (so daß der Laderegler nicht nur Anschlüsse für Baterie und Solarmodul, sondern auch für die Verbraucher bietet). Wenn das bei deinem Regler anders ist kannst Du einen einzelnen Laderegler bei eBay oder Conrad (ELektronikversand) oder einem anderen Elektronikhändler kaufen.

Bei den Solarmodulen ist noch zu beachten, dass Solarmodule für verschiedene Zwecke produziert werden - wenn mit dem Solarmodul eine 12V-Batterie geladen werden soll muß die Spannung, die das Modul liefert, etwas höher liegen (die meisten Solarmodule für diesen Zweck liefern 16-18 Volt). Wenn der Strom in das normale Stromnetz eingespeist werden soll macht es Sinn, dass die Spannung der Solarmodule höher liegt - zum Beispiel bei 30, 40 oder 50Volt. Wenn Du so ein Solarmodul bekommst (die gibt's ja eventuell irgendwo recht günstig) brauchst Du einen etwas komplizierteren Laderegler, damit Du nicht ganz viel Verlust beim Laden der Batterie hast - so ein Laderegler hat einen "Maximum Power Point Tracker (MPP-Tracker)", der für ein optimale Leistungsausbeute auch bei hohem Spannungsunterschied zwischen Modul und Batterie sorgt.

Dann bleibt noch zu sagen, dass Du beim verkabeln der Sachen auf einen ausreichend hohen Kabelquerschnitt achten mußt - bei dünnen Kabeln ist der Verlust beim Transport des Stroms über lange Strecken recht hoch, das Kabel wird warm und Du hast ein Brandrisiko. Deswegen besorgst Du Dir am besten Kabel mit dickeren Querschnitten (was Du genau brauchst kannst Du googeln - 2,5mm, 4mm oder 6mm Kabelquerschnit sind gute Maßstäbe je nach Größe Deiner Module). Außerdem solltest Du genügend Sicherungen verbauen, damit bei Problemen (Kurzschlüssen, etc.) nur die Sicherung kaputt geht und sonst nichts schlimmes wie z.B. Kabelbrand oder defekte Verbraucher passiert.

Zuletzt noch etwas zu der Frage, wie groß denn Deine Solarmodule und Deine Batterie sein muß - das ist so leicht nicht zu beantworten, da es extrem von Deinen Nutzungsgewohnheiten abhängt. Willst Du nur ein paar kleine LED-Energiesparlampen betreiben brachst Du natürlich viel weniger Modulleistung als wenn Du Musik, Laptop, Licht und deine elektrische Zahnbürste nutzen willst... Häufig haben Wagenbewohner zwischen 50Watt (reicht meist für Licht und nen bißchen Musik) bis zu 500 Watt (reicht meist für sehr viel Laptop, Musik, Licht und im Sommer auch für andere leistungsstarke Verbraucher) Leistung an Modulen. Der aktuelle Einkaufspreis pro Watt liegt bei ungefähr 3,20 Euro (also kosten 500 Watt Modulleistung etwa 1600 Euro im Einkauf, zuzüglich 30-80% Marge des Verkäufers...). Es gibt im Internet ein paar online-Rechner, wo Du eintragen kannst, wie lange Du welche Verbraucher mit welchem Verbrauch (Beispiel: Energiesparlampe: 4 Stunden mit 5 Watt, also 4*5=20 Wattstunden) eintragen kannst und wo Dir dann berechnet wird, wie groß Deine Module in Abhängigkeit von Standort und Jahreszeit sein müssen. Diese Ergebnisse scheinen manchmal etwas unrealistisch, aber grundsätzlich liefern sie einen guten Richtwert, mit dem Du weiterdenken kannst: http://www.esomatic.de/Auslegung.asp


Umgang mit Kabeln

Kabel sollen immer einen ausreichenden Querschnitt haben. Bei 230V und 16A mindestens 1,5 qmm, besser etwas mehr, wenn die Kabel irgendwo in Holz eingebaut sind, und schlecht gekuehlt werden. Kabel, die im Freien verlegt werden, sollen sog. Gummi-Leitungen sein, und Stecker Wassergeschuetzt IP44 oder besser. Immer auf ausreichende Isolierung achten. Bei Hochstromkabeln hat es sich bewaehrt, diese nach dem Quetschen zusaetzlich zu loeten. Dazu erst abisolieren, in den Kabelschuh stecken und mit der passenden Zange feste quetschen, dann mit dem Loetkolben Kolophonium heissmachen, das in die Kupferdraehte im Kabelschuh tropfen lassen, dann mit noch heisserem Loetkolben 360-420 Grad (>100W) und gutem Blei-Loetzinn Sn60Pb40 das Kabel satt mit dem Kabelschuh verloeten. Ein Gasloetkolben z.B. von Ersa ist dazu sehr gut geeignet und zu empfehlen.

Trick: "Panzerkabel"

Es hat sich bewaehrt, stark beanspruchte oder gefaehrdete Kabel in einen Schlauch zu ziehen. So ist es gut, Kabel im Batteriekasten zusaetzlich mit einem Schlauch zu sichern, denn das Hantieren mit den schweren Batterien laesst einen nicht zimperlich sein, wenn da mal ein Kabel rumbaumelt. Schnell wird da angestossen und gescheuert, auch die Vibrationen vom Auto machen den Kabeln zu schaffen. Und aus einer Scheuerstelle wird schnell ein Kurzschluss und danach ein Kabelbrand, wenn es schlecht laeuft. Daher gefaehdete Kabel in Schlaeuche ziehen. Wers billig will, nimmt PVC-Schlaeuche aus dem Aquariumsbedarf in durchsichtig, sodass man das Kabel noch beaeugen kann. Besser sind Gummischlaeuche (z.B. Waschmaschinenablaub, nochbesser Waschmaschinenzulauf, denn der ist sehr stabil) Zum einziehen hat es sich bewaeht, eine Schnur zu nehmen, an deren vorderen Ende einige Muttern aufgeschoben und mit Heisskleber befetigt sind. Mit den Muttern kann man die Schnur durch den Schlauch schuetteln, bis sie am anderen Ende rauskommen. Dann bindet man das Kabel an die Schnur und sieht sie samt Kabel wieder heraus und das Kabel ist nun im Schlauch. Ob man das Kabel dazu einfettet ist Ermessenssache, denn es geht zwar einfacher zu ziehen, aber Fett brennt und man kriegt das Fett nicht mehr aus dem Schlauch.Daher wohl besser einseifen, denn die Seife kriegt man mit Wasser raus und die brennt hoffentlich nicht so gut.

Trick: "Hochstromstecker"

Oft gibt es das Problem, grosse Stroeme des Kleinspannungsnetzes (24V/12V) ueber steckbare Kabel zu verbinden. Etwa, wenn man vom Fahrerhaus Strom auf einen Wohncontainer geben will. Als Loesung bieten sich hier professionelle Lautsprecher-Stecher an, da hier auch grosse Stroeme fuer Buehnenboxen beherrscht werden muessen. Ein besonders feiner Stecker ist der Speak-On von Neutrik:

NEUTRIK NLT4-FX :: Neutrik Speakon-Kabelstecker, 4-polig

NEUTRIK NLT4-MP :: Neutrik Speakon-Einbaubuchse, 4-polig, 38x38mm

NEUTRIK NLT-SC :: Dichtring für NLT-Einbaubuchse

Das Zeugs gibts z.B. bei www.reichelt.de und bei www.buerklin.com Der Buerklin hat auch ein Bild (Rechte bei Buerlin, nur als Verweis!) von den Steckern: Neutrik-Lautsprecher-Stecker (https://www.buerklin.com/images/KapF/F085940.jpg) Stecker im Buerklinkatalog (https://www.buerklin.com/default.asp?srch=F085930) Aber Ihr koennt die Stecker kaufen wo ihr wollt. Bei Buerklin findet man den Dichtring offensichtlich nicht. Dann muss Silikon ran, wenn man was draussen macht. Von Wegen Draussen, die Stecker sind wasserfest und man kann max. 40A ueber einen Kontakt lassen, wobei man hier noch etwas runtergehen wuerde, und pro Kontakt mit 30A absichern will.

Steckdosen fuer 12V/24V

Also normale Steckdosen fuer Laptop und Leselampe eignen sich die XLR-Stecker, gibts als Billigware oder auch von Neutrik. Das Schoene, die Stecker sind billig (Einbaubuchse XLR 4EB bei Reichelt 1,05E) und stabil und lassen sich verriegeln. An Mischpulten findet man of Mischpultlampen 12V mit LEDs oder Gluehlampen und dem XLR-Stecker. Wenn man hier passende Einbaubuchsen nimmt, hat man gleich noch eine schoene Leselampe mit Schwanenhals. Man nimmt eine verriegelbare Einbaubuchse 3 oder 4 Polig, wobei 3 Polig haeufiger fuer die billigeren Tontechnikerlampen genommen wird, und baut sie in die Wand ein. Ein XLR-Kabelstecker kommt an den Verbraucher. 4-Polig XLR ist eine Spur teuriger, aber hat den Vorteil, dass die selten mit Mikrofonkabeln verwechselt werden (brutz, wenn ein dynamisches Mikro an 24V haengt). Aber Tontechnikerlampen 4Pol XLR sind auch etwas teuriger, aber meist auch besser verarbeitet. Wer gut ist, der normt die Anschlussbelegung einer 4-Poligen-Buchse, sodass man ein jeweils getrenntes 12V und ein 24V-Netz daranhaengen kann. Und so das Anschlusskabel passend fuer die Verbraucher loetet. Die Anschlussbelegung sollten wir ausgehend von der Tonmeister-Lampe normen. So haben alle ihre XLR-Kabel untereinander austauschbar, was gut fuers Leihen ist.

Sicherungen

Am besten ist es, bei 230V nicht auf 16 sondern auf 13A abzusichern, da die Steckdosen etc. urspruenglich dafuer ausgelegt waren.Unguenstige Verlegung kann dazu fuehren, dass Kabel nicht gut gekuehlt werden, und es so sogar zu schwelbraenden an schlechten Kontakten oder zu warmen PVC-Kabeln kommt. Wer Campingplatz-Strom nimmt, sollte eine Sicherung haben, die kleiner ist als die des Stromanbieters, denn das Wiedereinlegen der Sicherung beim Stromanbieter kann eine Gebuer kosten. Im Fall der Strassenlaterne ist die Gebuer ein sehr hohes Entdeckungsrisiko ;-). Strom"klau" (man kann ihn juristisch aber nicht klauen, daher gibts einen Spezialparagraphen) ist illegal: Stromklauparagraph 248c stgb (http://dejure.org/gesetze/StGB/248c.html) Sicherungen baut man am besten in einen stabilen Sicherungskasten z.B. Wassergeschuetzte Industrie-Kaesten. Auch kleine Schaltkaesten von alten Steuerungen eignen sich hervorragend. 230V-Sicherungen und Gleichstrom-Sicherungen fuer 12V/24V/48V gehoeren getrennt. Auch die Verkabelung soll getrennt verlaufen, um Beruehrungen zu vermeiden. Wer nicht fuer eine gute Isolierung zwischen dem 230V-Netz und dem Niederspannungsnetz sorgen kann oder will, muss den Minus-Pol seines Kleinspammungsnetzes an Schutzerde anschliessen, sodass bei einem Kurschluss zwischen 230V und Kleinspannung eine 230V-Sicherung fliegt. Dazu muss aber immer ein Bleiakku im Kleinspannungsnetz sein, da der einen so geringen Innenwiederstand hat, dass 230V an Plus einen Kurschluss fuer 230V darstellen.

Straßenlaternen

In mangelnder Verfügbarkeit des klassischen Anschlusses an das 220V-Netz könnte man ja auf die Idee kommen, die nächst liegende Alternativquelle zu suchen... über die (Un)möglichkeiten dazu lest ihr am besten in dieser Foums-Diskussion nach: http://www.wagendorf.de/index.php?title=Special:Thread&thread=1164

Nicht nachmachen!

Strom"klau" (man kann ihn juristisch aber nicht klauen, daher gibts einen Spezialparagraphen) ist illegal: Stromklauparagraph 248c stgb (http://dejure.org/gesetze/StGB/248c.html)


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