News: Wagenplatz "Hospi" und Wohnprojekt Chemnitzstrasse 78/80 in Hamburg bleiben!!
aus Wagendorf, der freien Wissensdatenbank
allways look on the bright side of life....
...wenn es denn nur so einfach wäre.
In Hamburg brodelt es mal wieder. Dem Wagenplatz "Hospi" und dem Wohnprojekt Chemnitzstrasse 78/80 droht das Aus.
Zu den Hintergründen:
Den Wagenplatz Hospi gibt es bereits seit 1990, 16 Jahre. Zunächst wurde ein städtisches Gelände in der Hospitalstraße besetzt. 1997 verkaufte die Stadt das Gelände an eine private Wohnungsbaugenossenschaft. Der Wagenplatz Hospi gab damals 1/3 seines Geländes ab damit dort sozialer Wohnungsbau ermöglicht werden konnte. Im Gegenzug erhielt die Hospi einen längerfristigen Vertrag und die Zufahrt zum Hospi wurde umgelegt in die Chemnitzstraße 78/80.Dieses Gelände mit einem zweiteiligen Gebäudekomplex gehört ebenfalls einer Privatperson. Damals hatte die TAZ Hamburg das Gebäude angemietet. Mit ihnen, dem Besitzer der Chemnitzhäuser Michael Wendel, der Wichern Baugenossenschaft, der Stadt und den BewohnerInnen des Wagenplatzes wurde sich auf eine gemeinsame Wegenutzung geeinigt. Mittlerweile wird das Gebäude von einem Wohnprojekt mit angegliederten Tonstudios genutzt. Bis Ende letzten Jahres ging alles einen friedlichen Weg. Jetzt sieht dies allerdings schon wieder ganz anders aus. Der langfristige Vertrag ist zu Ende. In die Bemühungen erneut einen längerfristigen Vertrag abzuschließen, wurde immer wieder der Zuweg problematisiert. Der Besitzer des Hauses über dessen Zuweg die Hospi zu erreichen ist, möchte nun das Haus verkaufen. Es gab dabei bereits eine für alle Betroffenen ideale Lösung. Das Mietshäuser Syndikat will die beiden Häuser kaufen um dort auch weiterhin ein Wohnprojekt zu ermöglichen. Ein Vorvertrag wurde bereits abgeschlossen. Nun steht aber auf einmal ein neuer Käufer im Raum. Dieser möchte das Gebäude abreißen und neue Eigentumswohnungen bauen. Dazu sollen die jetzigen BewohnerInnen der Chemnitzstraße 78/80 aus den Wohnungen geklagt oder gemobbt werden. Die Zufahrt für die Hospi entfällt und damit soll auch der Wagenplatz verschwinden. Zwar gesteht der Vertrag den die Hospi geschlossen hatte auch eine Nutzung des Platzes ohne Zufahrt zu, aber das will weder die Stadt noch die Wichern Baugenossenschaft. Beide waschen ihre Hände in Unschuld da sie auf den Hausverkauf keinen Einfluss hätten (was so nicht stimmt). Weichgespült schieben sich alle Parteien den schwarzen Peter gegenseitig zu. Ein Versuch das Problem gemeinsam zu lösen ist bis heute gescheitert. Alle Entscheidungen laufen zur Zeit über die Köpfe der Betroffenen hinweg. Statt dessen organisieren sich nun das Wohnprojekt und der Wagenplatz gemeinsam: Die BewohnerInnen des Wohnprojektes beharren auf ihren Mietverträgen und wollen ihre Wohnungen keinesfalls zu einem früheren Zeitraum verlassen. Und auch die BewohnerInnen des Hospi sind nicht bereit den Platz kampflos aufzugeben. Eine Lösung wäre möglich mit dem Verkauf an das Miethäuser Syndikat. Nur ob das politisch gewollt ist steht noch im Raum.
Informations- und Mobilisierungsveranstaltung zum Erhalt des Wohnprojektes Chemnitzstr. 78/80 und des Wagenplatzes Hospi:
8.6.2006 ab 20.30 Uhr Roten Flora, Schulterblatt 71, Hamburg.
Wir erwarten Euch zahlreich!



