News:Ja, hätten sie auf uns gehört...

aus Wagendorf, der freien Wissensdatenbank


von: Chicken
Veröffentlicht: Thu, 27-Oct-2005

...aber auf uns hört ja bei der Stadt keiner!!

****HNA22.10.2004****HNA22.10.2004****

Versuch der Bauwägler

Umzug gestern Abend gescheitert

kassel. Mit drei Wagen wollten einige der Bauwägler gestern am späten Abend auf den Landfahrerplatz umziehen. Heute läuft für sie die Frist ab, bis zu der sie das Grundstück nahe des Tierfriedhofes in Niederzwehren, das sie illegal bezogen hatten, verlassen müssen (wir berichteten).

Der Versuch scheiterte allerdings. Einige der Landfahrer, die auf dem städtischen Grundstück wohnen und dafür Miete bezahlen, hätten die Bauwägler massiv aufgefordert, das Gelände wieder zu verlassen, bestätigt Carsten Huhn, einer der Bauwägler. Das ist deren Platz , kann Huhn die Reaktion verstehen. So zogen sie wieder nach Niederzwehren. Mit ihrem Umzugsversuch gingen sie auf das Angebot der Stadt ein, die Wagen zunächst auf den Landfahrerplatz zu stellen, bis eine langfristige Alternative gefunden ist. (ABG)

****HNA23.10.2004****HNA23.10.2004****

Ärger ohne Ende

Stadt und Bauwägler verhandeln über neues Grundstück

kassel. Beim Thema Bauwägler kehrt keine Ruhe ein. Nachdem am Donnerstagabend drei Personen aus dieser Gruppe mit ihren Wagen versucht hatten, auf den Landfahrerplatz an der Königinhofstraße umzuziehen (HNA berichtete), hat sich gestern Bürgermeister Thomas-Erik Junge persönlich eingeschaltet. Ich möchte Missverständnisse ausräumen , erklärte Junge.

Die Landfahrer - derzeit wohnen auf dem Platz in der Nähe des Müllheizkraftwerkes sechs Familien - waren von der Aktion der Bauwägler überrascht worden. Kein Mensch wusste Bescheid , sagte eine Anwohnerin. Für die Menschen auf dem Platz, die Miete zahlen, sei es wichtig, dass dort weiterhin Ruhe und Ordnung herrscht . Der Bürgermeister betont, dass es sich beim Umzug der Bauwägler auf den Landfahrerplatz lediglich um eine Interimslösung handelt . Ohnehin ist das dortige Gelände offiziell nur bis Ende Oktober geöffnet. Gestern war für die Bauwägler, die sich in der Nähe des Tierfriedhofs in Niederzwehren aufhalten, die Frist für ihren Abzug abgelaufen. Das Areal war von ihnen illegal besetzt worden. Da der Umzug auf den Landfahrerplatz gescheitert ist, werden die Bauwägler zumindest am Wochenende in Niederzwehren bleiben. Wagenbewohner Carsten Huhn hat indes Verständnis für die Verärgerung der Landfahrer. Die Stadt hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Wir hatten sie gebeten, die Landfahrer zu informieren. Zwischenzeitlich soll die Stadt den Bauwäglern ein Angebot über ein Grundstück gemacht haben, auf dem sie sich niederlassen können. Weder die Stadt noch die Bauwägler wollen derzeit sagen, um welches Areal es sich handelt. Nach Informationen der HNA geht es dabei aber um ein städtisches Grundstück in der Wiener Straße (Nordstadt). Die Information sickerte jedenfalls schon in dem Stadtteil durch. Daraufhin meldeten sich aufgebrachte Bewohner bei Ortsvorsteherin Monika Sprafke. Ich war sehr erbost, als ich davon hörte , sagt Sprafke. Die Stadt sollte zumindest Kontakt mit dem Ortsbeirat aufnehmen, bevor sie das Grundstück vergibt und nicht derat unsensibel damit umgehen. Sprafke erinnert daran, dass die Bewohner 1998 darum gekämpft hatten, dass die Bauwägler aus der Nordstadt verschwinden. Damals wohnten sie in der Mombachstraße. (AWE/USE)

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