Lizzy, das Reisemobil

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Inhaltsverzeichnis

Die Anfänge

An einem kühlen Novemberabend anno 2003 habe ich bekanntschaft mit Ihr gemacht. Sie war groß, schwer, einigermaßen in Schuss und hatte 4 Angetriebene Räder. Genau die richtige Begleitung für meinen nächsten Urlaub, dachte ich mir!

Auch wenn die Schreibweise eine Andere ist, beschloss ich die ungeheure Lizzy zu nennen, nach dem Schottischen Monster Lizzie das im [Loch Lochy (http://de.wikipedia.org/wiki/Loch_Lochy)] lebt und ähnlichkeiten mit Nessie hat. So entstand Lizzy's Name.

Die Begleiterin wurde in den Folgenden Wochen Provisorisch ausgebaut und tut seither ihren Dienst.

Zweieinhalb Jahre Später

Haben sich einige Aufgaben gesammelt, und so entstand der Plan, Lizzy eine Generalkur zu verpassen.

  • 3 Winter mit halbvollem Tank können nicht gutgehen, jedenfalls nicht bei Stahltanks.
  • Der neue Kunststofftank möchte sich nicht so recht mit Lizzy's Zustand anfreunden.
  • Rost greift um sich
  • Die Anhängerkupplung muss sich mit dem Tank abgesprochen haben, auch sie will einfach nicht unter Lizzy's Koffer passen.
  • Der Koffer wurde von Leuten montiert, die noch nie etwas von Verwindung gehört haben. Auf Teerstraßen ein durchaus übliches Phänomen.
  • Sowieso ist der Koffer zu flach und braucht einiges an neuem Blech
  • Die Idee zwischen Koffer und Fahrerkabine Platz zu lassen, bzw. einen Schrank zu montieren passt mir auch nicht so recht, den Platz brauche ich eher hinten, fürs Zweirad.
  • Der TüV will das Lizzy eine andere Farbe annimmt, sonst gibt er keine Alteisensegnung.
  • Die Radkästen müssen für die neuen Räder abgeändert werden.

Und so entstand ein Plan:

Der Koffer bekommt nach unten 30 cm mehr Raum und ein neues Gestell. Bei dieser Gelegenheit wandern die Radkästen 40 cm nach hinten, und der Koffer 40 cm nach vorne. Beim aufsetzen wird der Koffer Federgelagert damit der Rahmen sich im Gelände verwinden kann. Anschließend passen Tank und Anhängerkupplung von selber. Bei dieser Gelegenheit kommt ein neuer Anstrich auf den Laster, und die Bleche, die an der Unterkante des Koffers durchgerostet waren werden automatisch getauscht.

Und los gehts....

Zunächst muss Material her, in rauhen Mengen und von gleicher Qualität. Der freundliche Stahlgroßhandel von nebenan kann zum Glück liefern:

  • 12 qm Stahlblech, verzinkt
  • 60 m Vierkantrohr 40x60x5

Als erstes wird der Boden geschweißt, mit exakt den Maßen die der alte Boden hat. Dann geht es 24 cm in die Höhe, die Radkästen werden vermessen und viereckig reingeschweist. Eine art Pritsche entsteht auf die der Koffer später eingepasst werden kann.

Der Koffer abnehmen

Der abbau des Koffers ist vor allem dann Kompliziert, wenn es der erste Koffer ist den man abnimmt, und die Radlader im Eimer sind. Deshalb haben wir zu dritt mit zwei Radladern gearbeitet. Ein Radlader konnte Fahren, der zweite heben.....

Koffer aufpeppeln


Danach wurde der Koffer entkernt und abgepellt. Die unterkante der Blechaußenhaut hatte sich zu einem großteil bereits in Eisenoxyd verwandelt, also fort damit.

Genau so wurde mit Alu verfahren.

Der gepellte Koffer wurde jetzt mit dem neuen Untergestell verschweißt und überflüssige Zwischenböden entfernt.

Anschließend wurde wieder alles mit Blech verkleidet und Lackiert.

Währenddessen

Wurde natürlich auch etwas am Fahrzeug selber gemacht, halterungen geschweißt, Lackiert, gespachtelt, Tank und Kupplung montiert.

Kofferpacken

Und schließlich war der große Tag da, an dem der Koffer wieder zurück auf den Laster gesetzt wurde...

Als der Radlader kam wurde es bereits dunkel, aber als die Maschine da war, war die Spannung zu groß um länger zu warten, es musste einfach passieren, und so stand Lizzy am nächsten Morgen da:

Ihre Probefahrt hat sie am 23.9.2006 erfolgreich bestanden.


Im Gelände.....

'Persönliche Werkzeuge