Endlich frei
aus Wagendorf, der freien Wissensdatenbank
Ein Traum wurde wahr !
30 Monate stand mein Bauwagen jetzt auf fremden Grund und Boden. Es waren schöne Monate mit Party aber auch mit Ruhe und Besinnlichkeit.
Aber, es war halt nicht auf meinem Land !
Nach langer Suche habe ich nun endlich ein Stück Land erworben, das meinen Vorstellungen total entspricht. Nur etwas über einen Kilometer ausserhalb, 2700qm Grundfläche , einen kleinen Bach, einen riesigen Baum für den Schatten und niemand der mir rein redet ! Doch vor den Bezug musste hier erst mal kräftig gemulcht werden.
Die Wiese war schon mindestens 10 Jahre nicht gemäht worden. Die Ameisenhügel hatten zum Teil einen Höhe von 30 cm. Der Traktor, der das Mulchen übernommen hatte war zwar mit satten 80 PS gesegnet, aber auch diese gingen angesichts dieser Herausforderung mehrmals motor-technisch in die Knie. Aber letztendlich musste diese Arbeit einmal sein.
Am nächsten Tag ging es an die Überführung des Bauwagens. Hierzu mussten wir ihn erst mal rückwärts aus der Hecke ziehen.
Gute Dienste tat uns dabei unser 15 PS starker Deutz, Baujahr 1950.
Da wir die Auflaufbremse sehr scharf eingestellt hatten und der Wagen wie gesagt 30 Monate an ein und dem selbem Platz gestanden hatte und die Bremstrommeln folglich genug Rost angesetzt hatten haute die Bremse bei der Bergabfahrt alle halbe Meter auf`s brutalste zu. So sahen wir uns gezwungen den Berg in Serpentinen abwärts zu fahren ( von weitem sah unsere Spur in der Wiese nach der Abfahrt aus wie das Ergebnis einer durchzechten Nacht und endlosen Schlangenlinien ).
Aber auch das haben wir sicher hinter uns gebracht.
Bereits am ersten Abend auf eigenen Grund und Boden gab es Feuer und Bier.
So richtig gemütlich wird`s aber erst werden. Habe mittlerweile die ganzen 2700qm schon
2 mal mit nem kleinen Handmäher gemäht. Jetzt konnten wir gebraucht 3 Spindelmäher zum Anhängen an den Traktor kaufen. Jedes Teil hat 80cm Schnittbreite, das gibt Respekt.
Einen Zaun hab ich auch schon gezogen. Schreckt Vandalen zwar nicht wirklich ab, hält aber den einen oder anderen Neugierigen doch auf Distanz. Ausserdem pflanze ich an der linken und rechten Grundstücksgrenze noch eine komplette Hainbuchenhecke und hoffe, dass die Wühlmäuse den Wurzeln die Chance geben heimisch zu werden.
Dem Dach vom Bauwagen habe ich zwischendurch ein wenig Dachlack spendiert, Brennholz in rauen Mengen für den Winter gebunkert ( hat mir mein Nachbar besorgt, ist Zimmermann und hat ne alte Kirche restauriert.
Die erneuerten Sparren und Konstruktionshölzer samt Holzwurm brennen wie Zunder und stinken so wahr ich hier schreibe beim Verbrennen nach Weihrauch ).
Jetzt wird noch ne große Edelstahlwanne ( 2,85m lang, 0,8m breit und 0,6m tief ) auf ein
Eisengestell installiert und ne zusätzliche Feuerstelle drunter und dem Bad im Winter unterm Sternenhimmel steht nichts im Wege. Werde bei Gelegenheit noch mal Bilder davon einstellen.
Nach einem verregneten Sommer kam dann doch der erste Winter auf dem neuen Platz. Schnee gab`s fast keinen, dafür Raureif vom Feinsten.
Ok, jetzt muß gemäht werden. Dazu haben wir eins der drei Mähwerke auf Schubbetrieb umgebaut,
das macht das Mähen um Bäume ungleich leichter.
Und es geht weiter ! Immer wieder schön ist das Zusammentreffen von Vollmond, schönem Wetter und einem super Feuer. Natürlich ist auf folgenden Bildern ein wenig mit der Belichtungszeit nachgeholfen worden (war schließlich ende August und da ist es um 21:30 in der Regel schon dunkel)aber nah dran am Vulkanausbruch waren wir allemal !



